Tatwaffe blaues Messer – Der Krimiautor Klaus Schuker zu Gast im APG

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Tabea und Paul heißen sie, sind beide zwölf Jahre alt und meist mit Quarz unterwegs, ihrem Hund, der genauso viel Neugier und Spürsinn mitbringt wie die beiden Kinder selber. Gemeinsam lösen sie immer wieder rätselhafte Kriminalfälle und geraten dabei nicht selten in tödliche Gefahr.

Die drei Spürnasen sind die Helden der Kriminalromane aus der Feder Klaus Schukers, eines Schriftstellers, der im Rahmen der Fredericks-Woche zu zwei Lesungen zu Gast im Auguste-Pattberg-Gymnasium war. Er schreibt vorwiegend für junge Leser und hauptsächlich Krimis, und das kommt nicht von ungefähr. Klaus Schuker war im ersten Leben nämlich selbst Kriminalist, war lange Jahre im Polizeidienst und weiß daher genau, wovon er schreibt. Seine Bücher sind spannend, packend, realitätsnah und lassen den Leser nicht los, bevor der Täter überführt und hinter Schloss und Riegel ist.

Im Rahmen der Fredericks –  Aktionen rund um das Thema Lesen hatte die Fachschaft Deutsch am APG den Schriftsteller zu einer Autorenlesung eingeladen, und er begeisterte mit seinen Texten und zog sein junges Publikum in den Bann seiner fesselnden Geschichten. Schulleiter Dr. Thomas Pauer und Abteilungsleiterin Claudia Schmidt begrüßten den Autor herzlich im APG. „Lesungen fördern die Leselust“, erklären sie und betonen: „Ohne die finanzielle Unterstützung durch unseren Förderkreis wären solche Veranstaltungen nicht möglich, deshalb sind wir besonders dankbar für die großzügige Hilfe.“

Jeweils eineinhalb Stunden dauerte eine Lesung, die sehr abwechslungsreich und unterhaltsam war und die ganze Aufmerksamkeit der Zuhörer forderte. Ganz wie es sich für richtige Kriminalisten gehört, mussten die Schülerinnen und Schüler beim Zuhören auf jedes Detail des Textes und auch auf scheinbar Nebensächliches achten, um dann bei sich anschließenden Aufgaben im Wettbewerb mit ihren Mitschülern zu bestehen.

Zunächst las Klaus Schuker aus dem Roman „Paul, Tabea und das blaue Messer“. Richtig, die Krimi-Experten haben es schon erfasst: Der Titel nennt bereits die Tatwaffe, ein Messer mit blauem Griff, mit dem ein junger Mann erstochen wird. Um Bankraub geht es in „Paul, Tabea und die brennende Hütte“, und gruselig wurde es schließlich – ganz wie es sich im November gehört – in dem Kriminalroman „Paul, Tabea und das Friedhofsgespenst“.

Kein Wunder, dass sich nach der Lesung noch eine rege Fragerunde ergab. Wem im Nachhinein noch Fragen einfallen und wer ihm schreibe, bekomme auch dann auf jeden Fall noch eine Antwort, ermunterte Klaus Schuker die Zuhörerinnen und Zuhörer.  Nur müsse es ein richtiger Brief sein, keine SMS, keine Whatsapp oder Mail. „Dann erhaltet ihr innerhalb von drei Wochen einen Antwortbrief. Das ist ein Versprechen, das ich noch nie gebrochen habe“, so Schuker. Ein weiteres Versprechen gab im Anschluss Schulleiter Dr. Pauer: dass nämlich demnächst einige Titel des Autors für die Schülerbibliothek angeschafft werden.

Claudia Schmidt